Kategorie-Archiv: Stop-Motion

Stop-Motion: PaperNES Gradius Gamer

Stop-Motion: Paper NES – Gradius Gamer

Invertierte Stop-Motion
Wie für den Zeitraffer-Effekt, werde ich nun auch noch etwas zu meinem Stop-Motion-Video: “Paper NES – Gradius Gamer” sagen. Sicher habt ihr euch gefragt, wie viele Photos ich dafür schießen musste. Es waren genau 712. Doch diese Photos waren noch lange nicht die längste Arbeit. Es gab sehr viel Vorarbeit, die noch erledigt werden musste. Nun erzähle ich in der Reihenfolge, wie ich das Stop-Motion Video fertig gestellt habe:

  1. Ich habe mit Hilfe eines Emulators das Spiel “Gradius” aufgenommen. Als Screencast-Programm habe ich Camstudio benutzt.
  2. Ich habe diese Aufnahme in Magix geöffnet.
  3. Da Gradius ursprünglich einen Schwarzen Hintergrund hat, habe ich die Farbwerte umgekehrt, d.h. invertiert.
  4. Nun habe ich das gesamte Video entsättigt, so, dass es schwarz-weiß ist.
  5. Jeder einzelne Frame wurde dann als BMP-Datei auf dem PC gespeichert.
  6. Von diesen insgesamt 1593 Dateien habe ich die Hälfte gelöscht. (Jedes Zweite). Und dann habe ich noch Bilder entfernt, die ich nicht unbedingt brauchte, so dass insgesamt 710 Bilder raus kamen.
  7. Da das Drucken von 710 Bildern meinen Drucker überfordert hat, musste ich einen besseren nehmen, der diese Dateien innerhalb von ca. 6 Stunden ausgedruckt habe. Die Blätter musste ich 5 Mal nachfüllen.
  8. Nachdem ich alle Bilder ausgedruckt habe, habe ich die richtig hingelegt und das Video geschossen.
  9. Schnell noch eine Vor- und Abschlussszene gedreht und dann geschnitten.
  10. Einfach alle Photos importiert und mit einer Länge von 0,3 Sekunden pro Bild

Damit wäre das Video produziert.

doggynewyear

Doggy Treat New Years Eve

Ich mache ungerne Videos zu speziellen Ereignissen, besonders dann, wenn es einzigartig ist. So ging es mir beispielsweise mit diesem Video. Man feiert nur einmal den “Rutsch” in das Jahr 2011. Hätte ich Sylvester als allgemeines Thema genommen ohne Jahreszahl, wäre es jedes Jahr von neuen zu dieser Zeit aktuell. Aus diesem Grund habe ich auch nicht den Titel so gewählt. Denn abgesehen von dem Datum kann man es durchaus noch öfters ansehen, ohne das dies stört. Ich würde euch Empfehlen so wenig Videos wie möglich zu einmaligen Ereignissen machen. Denn die Arbeit ist dann umsonst, wenn das Video zur mangelnde Aktualität kein Zuschauer findet.

Jedenfalls ist es hier nun bei diesem Video passiert. Es ist zwar kein besonderes Stop-Motion-Video (deswegen ist hier auch kein Tutorial zu erwarten) aber dennoch möchte ich gerne anmerken, woher meine Inspirationen kamen. PES, ein Meister der Stop-Motion-Technik hat vor einiger Zeit auch ein derartiges Sylvester-Video gemacht. Ich dachte mir, warum nicht diese Art auch, nur mit Hundekuchen. Ich denke nicht, dass es viele Videos mit Hundekuchen gibt. Und da ich gerne Videos mit speziellen Dingen mache, passte es mir sehr gut. Übrigens sind auch einige Soundeffekte aus dem Video von PES genommen. Hört mal genau hin.

Viel Spaß.

history of games

Stop-Motion: History of Videogames

Lego-Stop-Motions
Vor einiger Zeit habe ich mir vorgenommen, niemals Stop-Motion-Videos mit Lego zu gestalten, weil ich bisher nur Ärger damit hatte. Wenn man die Legosteinchen nicht gerade mit Klebstoff fixiert ist es ein unglaubliches Feingefühl, diese zu bewegen, so dass es authentisch rüberkommt und nicht zusammenbricht. Nach viel Ärgernissen und gescheiterten Versuchen beschloss ich, wie oben genannt, es nicht nochmal zu probieren. Doch nun gab mir ein Freund den Tipp, dass man doch Spieleklassiker nachstellen könnte, und die Legosteine die Pixel darstellen könnten. Ich dachte, dass man dies doch mal probieren könnte und machte mich an die Arbeit. Leicht es war es dennoch nicht.
Probleme machte das Licht, das durch einige Legosteine stark gespiegelt wurde und wie immer die Tatsache, dass einige Steine noch fester fixiert waren als andere und sie mit viel Kraft bewegen musste, was manchmal einen kleinen Schaden der Konstruktion hervorrief. Insgesamt aber hatte ich sehr viele Aufnahmen endlich fertig und machte mich ans zusammenschneiden.
Ein Legovideo wird schnell langweilig, wenn man nur eine Platte abfotografiert. Aus diesem Grund dachte ich mir, dass man es doch interessanter gestallten sollte und kam auf die Idee mit dem Space.
Gerade weil es auch eine Art Zeitreise ist, kam mir diese Kulisse sehr passend. Übrigens: Wer weiß, aus welchem Film die Szene mit dem OXO (Tick Tack Toe-Spiel) kommt?
Insgesamt baute ich ein 3D-Space auf und navigierte mit After-Effects Virtueller Kamera durch das Geschehen. Die Sterne wurden mit Particle World generiert. Insgesamt dauerte das bearbeiten des Videos mehr als 12 Stunden… Ich hoffe also, dass sich die Arbeit gelohnt hat. Weiteres kann man dazu nicht sagen, denn Stop-Motions mit Legos funktionieren genauso wie normale Stop-Motions nur sind geschmacks- und Geduldssache. Vielleicht werde ich in Zukunft noch ein paar ausprobieren. Mal sehen, was so alles kommt. Auf alle fällt gibt es viele Arten Games nachzustellen und es werden noch einige folgen.

Zum Schluss noch ein paar Bilder von hinter den Kulissen:

Die beleuchtete Platte und das “Script” zum Video.
Man musste die Kamera kreativ befestigen, damit man den Blickwinkel bekommen konnte, den man brauchte.
In After Effects muss man natürlich etwas experimentieren, damit die virtuellen Kameras so positioniert sind, dass es sowohl halbwegs natürlich als auch interessant aussieht.
IMG_0707

Micro Machines

Wie auch schon bei “History of Videogames” oder “Tank” handelt es sich auch hier um eine Stop-Motion-Umsetzung eines Spiele-Klassikers. Allerdings ist es kein Videospiel-Klassiker im eigentlichen Sinn. Die Videospielreihe “Micro Machines” kam erst in den 90ern. Vorher gab es kleine Modellautos, die mit Hotweels vergleichbar waren. Bei diesem Video darüber habe ich mit dem Stop-Motion-Effekt etwas experimentiert:

Stop-Motion-Technik und die weiche Blende
Bei diesem Video habe ich zwischen den einzelnen Bildern eine normale weiche Blende verwendet. Wie euch sicher bekannt ist, ist mir aus künstlerischer Sicht das etwas hakelige Bild sehr wichtig. Doch bei fahrenden Autos sieht es schon etwas merkwürdig aus. Nun hätte ich sicher die Autos mit anderen mitteln im Video zum fahren bringen können, doch ich wollte ein Stop-Motion-Video machen. Aus diesem Grund überlegte ich mir einen Kompromiss, damit sowohl ein etwas hakeliges Bild aber dennoch ein Gefühl von Geschwindigkeit zum Vorschein gebracht werden. Also entschied ich, zwischen jedem Bild eine Weiche blende zu platzieren. Nun sah die Bildabfolge so aus: Bild – Verschwommenes Bild, dass in das nächste Bild übergeht – Bild.

Generell habe ich es so geschafft, eine mehr oder weniger fließende Bewegung zu schaffen, ohne dass der Stop-Motion-Effekt verloren ging.
Aber probiert es doch einfach selber aus.

Wenn ihr soweit alle Bilder in die Timeline gelegt habt und die Zeit der einzelnen Bilder festgelegt habt, könnt ihr die weiche Blende zwischen die Bilder legen.
Wenn ihr soweit alle Bilder in die Timeline gelegt habt und die Zeit der einzelnen Bilder festgelegt habt, könnt ihr die weiche Blende zwischen die Bilder legen.
Hier findest du die weiche Blende
Hier findest du die weiche Blende.
Denkt daran, dass ihr die Blende nur zwischen den Bildern einsetzt, die zu einer Kameraeinstellung gehören. Wenn ihr die Blende zwischen Bildern mit verschiedenen Kameraeinstellungen setzt, sieht das komisch aus.
Denkt daran, dass ihr die Blende nur zwischen den Bildern einsetzt, die zu einer Kameraeinstellung gehören. Wenn ihr die Blende zwischen Bildern mit verschiedenen Kameraeinstellungen setzt, sieht das komisch aus.
Letztendlich entsteht dann dieser verwischte Geschwindigkeits-Effekt.
Letztendlich entsteht dann dieser verwischte Geschwindigkeits-Effekt.

Viel Spaß.